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Das Projekt

“Whisper down the lane” thematisiert die Schicksale ungehörter Stimmen.

Das multimediale Non-Profit-Projekt bearbeitet weltweit bestehende Kommunikationsparadigmen um HIV/Aids, um Reflektionen anzustoßen und damit der Verbreitung des Virus entgegenzuwirken.
Wir sind der Überzeugung, dass ein Umdenken bezüglich Tabuthemen innerhalb einer Gesellschaft nur von dieser selbst ausgehen kann.
Das Hauptaugenmerk liegt darauf, ein Denken außerhalb bekannter Muster zu fördern, ohne dabei missionarische Züge anzunehmen.

Die Thematik

HIV/Aids ist eines der größten gesellschaftlichen Probleme des afrikanischen Kontinents.

Die zahlreichen Gerüchte, die sich in afrikanischen Staaten rund um HIV/Aids ranken, unterstützen nicht nur die Verbreitung des Virus, ihre negativen Folgen sind weitreichender und statistisch schwer fassbar. Fehlendes medizinisches Wissen, Tabuisierung, Stigmatisierung und Angst treten in eine Wechselwirkung und geben Nährboden für die Verbreitung von Gerüchten und soziale Ausgrenzung. Die Mystifizierung von HIV/Aids führt mitunter dazu, dass Menschen notwendige medizinische Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Körperliche Übergriffe wie Vergewaltigung oder Kindesmissbrauch sind in vielen Fällen durch Gerüchte verschuldet. Eines der Gerüchte, das von Betroffenen häufig genannt wurde lautet sinngemäß: “Du kannst dich von HIV heilen, indem du Geschlechtsverkehr mit nicht infizierten Personen hast.”

Dokumentarfilm

Ein Dorf in Kenia. Vier Frauen erzählen aus ihrem Leben. Nicht alle sind infiziert, doch sie haben Erfahrungen mit HIV/Aids gemacht, die ihr Leben geprägt haben. Es wird begreiflich, dass HIV nicht nur als Virus in Erscheinung tritt, sondern auch in der Angst der Menschen.
In der Gegend kursieren Gerüchte und viele Menschen glauben an sie. Legenden und Mythen, Halbwahrheiten und Vorurteile haben negative Auswirkungen auf die Gesellschaft. Tabuisierung, Stigmatisierung und Gewalt sind die Folgen, mit denen die Frauen konfrontiert wurden.
MitarbeiterInnen in gemeinnützigen Organisationen vor Ort sprechen über die Erfahrungen, die sie mit ihrer Arbeit gemacht haben. Es gibt positive Entwicklungen, doch die Angst der Menschen ist ein starker Gegner im Kampf gegen HIV und Aids.

Screenings

28.9.2013, Massolit Books and Café, Budapest (HU)
20.6.2013, Opener at Filmfest Rejected - Die Bäckerei, Innsbruck (AT)
13.12.2012, CINEMA NEXT - Das Kino, Salzburg (AT)
4.12.2012, Mapping Africa - EGA:Frauen im Zentrum, Vienna (AT)
28.11.2012, CINEMA NEXT - KIZ RoyalKino, Graz (AT)
30.8. - 2.9.2012, Ars Electronica - The Big Picture Cinema - Brucknerhaus, Linz (AT)
26.7.2012, Schnopfi-Stadl, Oberneukirchen (AT)
8.6.2012, Premiere - Fachhochschule Salzburg, Salzburg (AT)

Posterkampagne

Die Thematisierung der Problematik im öffentlichen Raum soll Menschen zum Gespräch über das Tabuthema anregen.
Es wurde eine Plakatserie entwickelt, auf welcher Fotos von Personen zu sehen sind, die vom Hals abwärts gezeigt werden. In ihren Händen halten sie Papierbögen, auf denen sie in wenigen Sätzen Erfahrungen aufschrieben, die sie mit der Gesellschaft teilen möchten. Alle Botschaften sind mit den Gerüchten um HIV/Aids und deren Folgen verknüpft. Es wurde bewusst auf Slogans oder Webadressen verzichtet, um die Nachrichten der abgebildeten Personen für sich sprechen zu lassen.
Die ausschließliche Verwendung von Papier und Drucktechnik nach lokalem Standard sorgten für ein authentisches Erscheinungsbild der Kampagne. So bot die Ästhetik des Mediums bereits Identifikationpotential und fügte sich in das öffentlichen Erscheinungsbild ein.
Etwa 1300 Poster wurden in dieser Aktion großflächig auf Strommasten und nutzbaren Gebäudeflächen platziert. Es entstanden öffentliche Diskussionen über das Tabuthema auf der Straße und aufgrund der starken Präsenz des Themas gingen daraufhin einige jüngere Menschen zu HIV-Tests.
Die erfolgreiche Durchführung unserer Plakat-Aktion und die daraus resultierenden Reaktionen motivierten uns zu weiteren Schritten.
Daher möchten wir den Versuch unternehmen den Wirkungskreis zu erweitern.

Non-Profit

"Whisper down the lane" ist ein Non-Profit-Projekt, an dem das europäische Team nicht verdient. Alle Arbeiten zur Erhaltung des Projekts werden ehrenamtlich ausgeführt. So wollen wir eine möglichst hohe Nachhaltigkeit im Einsatz der finanziellen Mittel gewährleisten.
51% aller finanziellen Gewinne werden prozentual unter den kenyanischen ProjektteilnehmerInnen aufgeteilt. Alle ProtagonistInnen, HelferInnen, SozialarbeiterInnen haben im ersten Projektjahr unentgeltlich für die Vorproduktion gearbeitet. Die verbleibenden 49% der Einnahmen werden verwendet um lokale Kunst- und Sozialprojekte zu fördern.
Im Zuge der Projektförderungen wurde im Februar 2013 das Künstlerkollektiv "Bushfire artists" gegründet.

Ein Projekt von

Sebastian Frisch

Sebastian Frisch

Managing Director
Head of Audio

Julia-Pia Huemer

Julia-Pia Huemer

Director Assistent
Executive Producer

Julia Zisser

Julia Zisser

Executive Producer
Screenplay Editor
Editor

Christina Schmölz

Christina Schmölz

Screenplay
Head of Camera
Colour Correction

blank

Victoria Preuer

Posterkampagne
Screenplay
Design

Martin Keindl

Martin Keindl

Camera

Andreas Steger

Andreas Steger

Camera

Hannah Langhagel

Hannah Langhagel

Audio Mix

Vielen Dank an:

Betty Kitili
Angel Kisangau
Andrew Nyenya Nyambeau
Mohammed Abdullah Mwatellah
Akullah Khamisi
Baobab Family e.V.

Kontakt

Kritik, Interesse, Fragen? Schreib uns: info@whisperdownthelane.com
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